Freiraum

Freiraum – der kreative Prozess

essay 1

Wie wichtig ist doch die Leere. Der Moment, in dem das bewusste Denken für einen Moment ruht. Der Moment, in dem wir unsere Gedanken nicht in die eine vorher klar definierte Richtung lenken wollen. Der Moment, in dem wir dem kreativen Prozess Freiraum geben, um sich zu entfalten und das zu erschaffen, was wir vorher noch nicht einmal erahnt haben. Denn genau das ist Kreativität: Etwas Neues, Unbekanntes und Ungeahntes entstehen zu lassen.
Joan Miró beschreibt es folgendermaßen:
“What is very important for me is when I work without working….when I walk, when I do nothing, when I eat. When ideas come to me like that…when it bubbles in my head and in my mind this is what has an enormous importance.”
Bei mir entsteht der Freiraum im Kopf immer kurz vorm Einschlafen. Auf einmal sehe ich den Wendepunkt in meinem Plot oder verstehe ich diese eine Figur in meiner Geschichte, die bisher irgendwie bedeutungslos am Rande stand. Andere erleben diesen Moment beim Spazierengehen oder beim Meditieren. Finde heraus, was für dich am besten funktioniert. Erschaffe Platz in deinem Kopf, denn das bewusste Denken ist nur eine Ebene und unser Gehirn kann viel mehr. Natürlich ist es gut Ziele zu definieren, strategisch zu denken und Arbeitsmethoden zu kennen. Genauso wichtig, wenn nicht noch wichtiger, sind jedoch die Momente, in denen das Unterbewusstsein und die Geistesblitze ihren Raum erhalten und sich in den kreativen Prozess mischen. Denn erst hier entsteht die Magie des Kreierens.

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